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Poloshirt – Woher kommt der Name?
Ein Kragen, zwei, drei oder sogar vier Knöpfe, erhältlich in fast jeder Farbe, was das wohl ist? Genau, das klassische Poloshirt! Jeder kennt den kurzärmligen Klassiker, den Ralph Lauren durch den amerikanischen Markt berühmt gemacht hat. Doch woher kommt eigentlich der Name Poloshirt?
Warum das Poloshirt Poloshirt heißt
Die Geschichte des Poloshirts beginnt im 19. Jahrhundert. Der Polosport, als eine der etabliertesten Sportarten dieser Zeit, legte viel Wert auf Etikette. Die Spieler des beliebten Pferdesports trugen eine Kombination aus Hemd und Sakko – schick, aber alles andere als bequem. Der Ballsport auf den Pferden wurde immer hitziger, sodass die Bewegungsfreiheit der Hemd-Sakko-Kombi schon lange nicht mehr ausreichte. Kurzerhand wurde das Poloshirt als alternative Sportbekleidung erfunden.
Doch nicht in der Form, die wir heute kennen. Die ersten Poloshirts – damals noch als Polohemden bezeichnet – hatten lange Ärmel und wurden aus festem Wollstoff gefertigt. Durch die hohen Geschwindigkeiten des Reitsports sollten die Polospieler so vor dem kalten Wind geschützt werden. Aus demselben Grund gelangte der für das Poloshirt charakteristische Kragen ans Hemd: Er schützte den Hals beim Reiten vor dem Fahrtwind. Der Herrenausstatter John Brooks wurde auf das Poloshirt aufmerksam und erkannte das Potenzial – 1896 sicherte er sich sogar den Namen Polo.
Wer hat das Poloshirt erfunden?
Der Name des Poloshirts kommt zwar aus dem Polosport, berühmt wurde es dadurch aber lange nicht. Die steigende Bekanntheit verdankt das Poloshirt dem französischen Tennisspieler René Lacoste. Lacoste? Ja, den gab es wirklich! Erst er entwarf in den 1930er Jahren ein Poloshirt nach den Schnitten, die wir heute kennen: Die Passform wurde weiter, die Ärmel kürzer.
Auch der für das heutige Poloshirt so charakteristische Piqué-Stoff wurde erst mit Lacostes Version geboren. Bei dem Stoff handelt es sich um ein Baumwoll-Gewebe, das durch seine gestrickte Waffelstruktur eine besonders luftige Eigenschaft erhält – ideal zum Tennisspielen, aber auch von den Polospielern dankend angenommen.
Wie das Poloshirt zum Krokodil kam
René Lacoste suchte nicht lange nach einem Markennamen für seine Poloshirts. Seinen Spitznamen „Krokodil" funktionierte er kurzerhand zu seinem Logo um – seitdem ziert das Krokodil-Logo die bunten Poloshirts. Das charakteristische Lacoste-Krokodil entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem begehrten Statussymbol.
Besonders mit der Modebewegung der Popper in den 80er Jahren gewann das Poloshirt an Status. Jugendliche trugen das Shirt mit hochgestelltem Kragen oder einem Pullover mit V-Ausschnitt. Früher gab es das Poloshirt in klassischer Tennistradition nur in Weiß – durch die 80er Jahre gewannen auch andere Designs an Gefallen. Von Rot bis Blau, gestreift oder unifarbig: Das Motto lautete „Je bunter, desto besser".
Vom Krokodil zum Polospieler-Logo
Doch nicht nur Poloshirts mit dem Krokodil-Logo gewannen an Aufmerksamkeit. 1967 erwarb Ralph Lauren die Rechte an der Marke Polo. Seine Poloshirts wurden, ähnlich wie bei Lacoste, mit einem Logo auf der rechten Brustseite verziert – einem Polospieler mit Pferd, der den sportiven Lifestyle verkörpert. Damit etablierte Ralph Lauren das Poloshirt auf dem amerikanischen Markt, mit großem Erfolg bis heute.
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